ALDI Notebook – Medion Akoya P6640

Medion Akoya P6640

Medion Akoya P6640 (Quelle: Hersteller)

So, nach drei Tagen Erfahrung mit dem neuen ALDI Notebook Medion Akoya P6640 will ich an dieser Stelle einen kleinen Testbericht verfassen.

Das  Medion Akoya P6640 ist ein Windows 8 Notebook mit einen Intel Core i3-3120M (2,5 GHz, 2 Kerne) und einer Nvidia Geforce GT 740M (980 MHz), das zusammen mit den 8 GB Arbeitsspeicher die meisten täglichen Arbeiten bewältigen können sollte. Selbst viele aktuelle Spiele sollten, wenn auch nicht immer mit höchster Detailstufe, flüssig spielbar sein.

 

Leistungsinformationen

Leistungsinformationen

Technische Details zum Medion Akoya P6640 Hier

Das Medion Akoya P6640 ist mein erstes Notebook von Medion und ich war sehr gespannt, ob es mir auch gefallen würde. Meine Erwartungen waren angesichts des Preises nicht übertrieben hoch, von teilweise unfairen Kritiken im Netz zu Medion-Notebooks wollte ich mich aber auch nicht negativ beinflussen lassen. Meine persönliche Meinung zu dem Notebook sollte aber auf jeden Fall im Zusammenhang mit dem Preis gesehen werden. Für 459 Euro kann man kein Designer-Gerät mit 8 Stunden Akku-Laufzeit, niedrigem Gewicht und nach Möglichkeit noch Gamer Grafikkarte erwarten.

Obwohl das Notebookgehäuse fast ausschließlich aus Kunststoff besteht, sieht man das dem Gerät nicht auf den ersten Blick an. Die Aluminium-Optik ist gut gelungen, Fingerabdrücke sieht man nur, wenn man von der Seite auf das Notebook schaut. Jedenfalls gefällt mir das schon besser als Plastikgehäuse in Klavierlack-Optik. Das Gehäuse ist relativ verwindungssteif, ein Knarzen habe ich noch nicht bemerkt. Dafür fiel mir beim ersten Einschalten sofort auf, dass die blauen Status-LEDs am vorderen linken Rand unangenehm hell leuchteten.

LEDs

Sehr helle LEDs

Warum man überhaupt eine LED braucht, die einem anzeigt, dass der Nummernblock eingeschaltet ist, erschließt sich mir nicht wirklich. Wobei ich an dieser Stelle schon anmerken kann, dass mir die Tastatur grundsätzlich zusagt, nur die “RETURN” Taste ist ein bisschen klein geraten. Der Tastenanschlag geht meiner Meinung nach voll in Ordnung.

Das Touchpad ist ziemlich groß und läßt sich gut bedienen. Die Mausersatztasten sind aber viel zu laut. Für mich persönlich kein Problem, da ich auch am Notebook mit kabelloser Maus arbeite. Wen aber schon das Klicken einer Maustaste stört, der wird mit dem Touchpad vom Medion Akoya P6640 nicht glücklich.

Der Medion Akoya P6640 ist angenehm leise. Ich kann hier zwar keine Messwerte in den Raum werfen, aber die sagen sowieso nicht viel aus. Ich hab auf mehreren Seiten die unterschiedlichsten Sone-Werte gelesen, angefangen bei 0,3 Sone bis zu 0,7 Sone im Leerlauf, 1,2 Sone bis 1,7 Sone unter Last. Ich habe jetzt mehrere Filme nacheinander umgewandelt (Volllast 30 Minuten) und muss sagen, dass ich so ein leises Notebook noch nie besessen habe.

Das matte 15,6-Zoll-Display arbeitet mit 1.366 x 768 Bildpunkten. Die Helligkeit geht in Ordnung, auch wenn ich in anderen Testberichten lesen musste, dass es sich “nur” um ein HD-Display handeln würde. Ich frage mich da, was die Leute für 459 Euro alles erwarten? Full-HD Displays findet man in der Klasse unter 600 Euro überhaupt nicht, also geht die HD-Auflösung hier voll in Ordnung. Ganz nebenbei hat eine Full-HD Auflösung bei 15,6 Zoll Bildschirmen auch seine Nachteile, da viele Inhalte sehr klein dargestellt werden.

Als Betriebssystem ist Windows 8 vorinstalliert, auf der 1 TB großen Festplatte befinden sich 2 Partitionen, wobei sich auf einer der Partitionen das Recovery-System befindet.

Sehr löblich: Auf den zwei mitgelieferten DVDs befindet sich eine Recovery Disc und eine Application & Support Disc, worauf sich alle Treiber und die auf dem Notebook installierten Vollversionen von CyberLink und Ashampoo befinden.

Schon mal was von Bloat- und Crapware gehört? Das sind vorinstallierte Programme, die man nach dem ersten Hochfahren des neuen Notebooks nur schnell wieder loswerden will. Spiele, die sich nur eine Stunde lang spielen lassen, Toolbars in Browsern und andere Programme. Für Hersteller der Notebooks und Desktop-Pcs ist dies eine willkommene Einnahmequelle. Den Ärger haben anschließend die Kunden, die den ganzen Müll deinstallieren dürfen.

Auch hier bietet der neue Medion Akoya P6640 mir jedenfalls einen Mehrwert. Ich musste nur das Microsoft Office entfernen, in drei Monaten wird dann noch die Antivirensoftware von Kaspersky entfernt. Ok, die beiden Programme hätten nicht auf dem Notebook sein müssen, zumal Windows 8 mit Windows Defender einen kostenlosen Virenschutz integriert hat. So könnte sich jeder Nutzer eigentlich seinen Favoriten in Sachen Virenschutz installieren, ohne gleich beim Einschalten des neuen Notebooks ohne Schutz ins Internet gehen zu müssen.

Ãœber die anderen Programme, die Medion vorinstalliert hat, habe ich mich aber sehr gefreut.

Vorinstallierte Programme:

  •  CyberLink YouCam 5
  • CyberLink PowerDVD 10
  • CyberLink Power2Go 8
  • CyberLink PowerDirector 9
  • CyberLink PowerDVD Copy
  • CyberLink LabelPrint
  • CyberLink MediaExpresso 6.5
  • CyberLink PhotoDirektor 3
  • Ashampoo Burning Studio 11
  • Ashampoo Photo Optimizer 4
  • Ashampoo Photo Commander 10
  • Ashampoo Snap 5

Auch wenn das nicht die aktuellsten Versionen der Programme sind, lässt sich mit der Software gut arbeiten. Das Upgrade-Angebot von Ashampoo sollte man aber nicht nutzen, Ashampoo bietet da übers Jahr gesehen oft bessere Rabatte, teilweise bis zu 80 %. Also besser abwarten, Geduld zahlt sich da in barer Münze aus.

Update 05.05.2013

Ich habe jetzt ein paar Tage das Medion Akoya P6640 hauptsächlich nur mit dem Akku genutzt. In der Zeit habe ich Filme geschaut, im Internet gesurft und Mahjongg gespielt.

Bei voller Helligkeit und mit eingeschaltetem WLAN musste das Notebook nach gut 5 Stunden wieder ans Netz. Das ist ein recht guter Wert, mit der ein oder anderen Stromspareinstellung kommt man sicher auch noch etwas länger ohne Netzteil aus.

 

 

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